| Pferdegerechte
Arbeit orientiert sich immer an den anatomischen und biomechanischen
Möglichkeiten sowie an der Psyche eines Pferdes. Unabhängig von
Reitweisen und Sparten wird das Pferd durch gezielte Gymnastik vom
Steppentier zu einem tragfähigen Reittier geformt, das durch die Nutzung
durch den Menschen keinen Schaden mehr nimmt.
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| Da
jedes Pferde seine Stärken und Schwächen hat, können Sie sich diesen
Ausbildungsprozess als gezieltes Physiotherapieprogramm vorstellen,
das auf jedes einzelne Tier und dessen Besonderheiten abgestimmt werden muss. Ziel dieses
Gymnastikprogrammes ist es, das Pferd langfristig gesund zu erhalten. Bei
dieser Arbeit wird das Pferd so geschult, dass es bei psychischer
Ausgeglichenheit körperlich beweglicher, elastischer und damit auch
bewegungsfreudiger wird. Ein solches Pferd hilft auch seinem Reiter, sich
beim Reiten gesund zu bewegen und damit den eigenen Körper gesund zu
erhalten. |
| Trainingsmethoden
und Reitweisen, die sich nicht an den Eckpfeilern Anatomie, Biomechanik
und Psyche orientieren, lehnen wir strikte ab, da diese nicht
pferdegerecht sind und den Pferdekörper sowie dessen Psyche kurz-,
mittel- oder langfristig schädigen können. Dies ist unserer Meinung nach
auch weder mit dem Tierschutz noch mit echter Pferdeliebe vereinbar. |
| Leider
ist "pferdegerechte Arbeit" zum modernen Schlagwort geworden.
Viele Ausbilder nennen ihre Methoden pferdegerecht, obwohl sie die
Anatomie, Biomechanik und Psyche des Pferdes oft nur ungenügend
respektieren. Auch das Reiten am ständig durchhängenden Zügel ist für
die meisten Pferde auf Dauer genau so ungesund wie übermässiger
Leistungsdruck. |
| Sie
können selbst erkennen, ob eine Ausbildungsmethode hält, was sie
verspricht. Nämlich, indem Sie die körperliche und geistige Entwicklung
ihres Pferdes genau überwachen. Wird Ihr Pferd durch die Arbeit lockerer,
arbeitet freudiger mit? Hat es genügend Gehfreude, oder müssen Sie jeden
Schritt heraustreiben? Lässt es Sie bei fleissig untertretender
Hinterhand gut sitzen, nimmt es Sie in die Bewegung mit? Ist es psychisch
ausgeglichen oder spannt es sich oft an? Verbessert sich seine Bemuskelung,
insbesondere an Oberhals, Rücken und Kruppe laufend? Fühlt sich die
Muskulatur Ihres Pferdes locker an, von angenehmer Festigkeit (nicht
schwabbelig) und selbstverständlich schmerzfrei? Wird sein
Bewegungsablauf regelmässiger und elastischer? |
| Echte
klassische, pferdegerechte und damit gesunde Arbeit fördert eine gute
Muskeltätigkeit und damit die Bildung einer schönen und tragfähigen
Oberlinienmuskulatur. Ausserdem fördert diese Arbeit die Regelmässigkeit
und Elastizität der Bewegungen und ein gelassenes
Pferd, das sich mit leichten Hilfen von hinten nach vorne reiten lässt
und Vertrauen zur Reiterhand hat. |
| Ist
dies bei Ihrem Pferd nicht der Fall, so sollten Sie in Ihrem Interesse und
dem Ihres Pferdes die derzeitige Arbeit zumindest kritisch hinterfragen.
Ist sie wirklich auf die Anatomie und Biomechanik abgestimmt? Und auf Sie
und Ihr Pferd? Oder gibt es Verbesserungspotential? Vielleicht liegt
das Problem aber auch gar nicht in der Arbeit selbst, sondern am Sattel
oder an der Fütterung bzw. Haltung? |
| Falls
Sie unsicher sind, was Ihren derzeitigen Ausbildungsweg, aber auch den
sonstigen Zustand Ihres Pferdes betrifft, so
freuen wir uns, Sie und Ihr Pferd bei einer Standortbestimmung bei uns
kennenzulernen. |
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| Links:
Eine wie hier komplett fehlende Bemuskelung deutet auf mehr als nur
Rückenprobleme hin. Rechts dasselbe Pferd nur 7 Wochen später:
Gymnastische Arbeit, dazu eine Futterumstellung und Therapie haben bereits
in dieser kurzen Zeit zu einem deutlichen Muskelaufbau
geführt. |
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| Oben links und rechts: Pferde, die v.a. im Bereich der
Sattellage sehr schlecht bemuskelt sind. In solchen Fällen muss auch
der Sattel gründlich unter die Lupe genommen werden. |
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| Die
Muskelentwicklung zeigt, ob die richtigen Muskeln arbeiten oder das Pferd
Bewegungseinschränkungen hat und/oder Ausweichbewegungen macht. Daher
erkennt man gesunde, korrekt nach der klassischen Lehre gymnastizierte
Pferde u.a. an einer guten Bemuskelung v.a. der oberen Halsmuskeln, der
Rückenmuskeln und der Hinterhand. |
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| Links
oben: Stark unterentwickelte Rückenmuskulatur. Rechts oben und links unten zum Vergleich
in gut entwickelte Muskelstränge eingepackte Wirbelsäule. Rechts unten
immer noch gut bemuskelter Rücken eines 28jährigen Pferdes. |
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| Die
Bilder unten zeigen, wie sich der Ansatz der Oberhalsmuskeln beim richtig
gerittenen Pferd entwickeln sollte. |
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